Zahnarztphobie - Kein Grund zur Sorge!
Gehören Sie zu den Patienten die ungern zum Zahnarzt gehen? Haben Sie sogar Angst davor oder eine Zahnarztphobie? Vielleicht weil Sie schlechte Erfahrungen bei einer zahnärztlichen Behandlung gemacht haben und man eventuell ihre Angstgefühle ignoriert hat? War Ihre Behandlung schmerzhaft und haben Sie die Praxis mit dem Entschluss verlassen, nie mehr zum Zahnarzt zu gehen?
Obwohl Sie wissen, dass eine Behandlung Ihrer Zähne dringend notwendig wäre und ihre Lebensqualität erheblich unter dem Zustand Ihrer Zähne leidet, vermeiden Sie aus Angst eine Behandlung. Dann gehören Sie vielleicht zur Gruppe der Zahnarztangstpatienten und benötigen eine besonders einfühlsame Therapie um Ihre Angst zu überwinden. Bei einer einfachen Zahnarztphobie fühlen sich die meisten Patienten bereits nach dem Erstgespräch wesentlich sicherer und haben Ihre Angst vor dem Zahnarzt gut unter Kontrolle.
Zahlen & Fakten zur Zahnarztphobie
„Zahnbehandlungsangst – Eine natürliche Erscheinung die viele Menschen betrifft!“
Die meisten Patienten nehmen eine Zahnbehandlung als unangenehme und bedrohliche Situation war.
- 60-80% der Allgemeinbevölkerung geben ein Angstgefühl vor dem Zahnarztbesuch an.
- bis zu 20% gelten sogar als höchst ängstlich.
- 5% vermeiden den Besuch beim Zahnarzt sogar völlig.
Diese Menschen leiden nach der ICD 10, 40.2 unter einer Angsterkrankung, der Zahnbehandlungsphobie. Allein in Deutschland sind ca. 5 Millionen Menschen davon betroffen.
Ursachen für Zahnbehandlungsangst
Angst vor Zahnbehandlungen entsteht meist aufgrund folgender Tatsachen:
- traumatische Erlebnisse während einer Zahnbehandlung. (vgl. Lindsay und Jackson, 1993)
- Unsicherheit, ob während der Behandlung Schmerzen auftreten werden. Die meisten Patienten erwarten in irgendeiner Form Schmerzen während der Behandlung. Dies führt zu einer Erwartungsangst. (vgl. Wardle, 1982)
- Erzählungen aus dem sozialen Umfeld können zu unterschiedlich stark ausgeprägter Zahnarztbehandlungsangst führen.
- An der Entstehung von Zahnbehandlungsphobie sind des weiteren folgende Bedingungen beteiligt:
- Drohender Verlust der Selbstkontrolle und das damit verbundene Gefühl ausgeliefert zu sein.
- Unbekannte und unvorhersehbare Abläufe während der Zahnbehandlung.
- Die individuelle und biologisch bedingte Disposition der betroffenen Person, mit Angst zu reagieren.
- Eigenschaften und Verhaltensweisen des Zahnarztes, der Mitarbeiter und des gesamten zahnärztlichen Kontextes.
Angstzustände
2 Formen von Angstzuständen bei Zahnarztpatienten sind zu unterscheiden:
Zahnbehandlungsangst (2/3 der Bevölkerung ist betroffen)
sind alle Ausprägungen eines mehr oder weniger starken, aber nicht krankhaften Gefühles, das bei vermeintlicher oder tatsächlicher Bedrohung im Zusammenhang mit einer Zahnbehandlung auftritt.
Zahnarztphobie (5-20% der Bevölkerung ist betroffen)
ist als spezifische Phobie zur Gruppe der einfachen Phobien zu zählen (Jöhren, 1999). Zahnbehandlungsphobiepatienten unterscheiden sich von ängstlichen Patienten neben einem hohen Angstausmaß vor allem durch die Vermeidung eines regelmäßigen Zahnarztbesuches. Als angstauslösend können dabei alle Objekte und Situationen dienen, die mit der Zahnbehandlung assoziiert werden. Der Übergang von der normalen zur phobieartigen Angst kann übergehend sein.
*Alle Informationen beruhen auf Forschungen der Deutsche Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde (DGZMK), sowie der anderen angegebenen Quellen.
In der Wissenschaft herrscht Einigkeit darüber, dass die brauchbarste Erfassung der Angst von Patienten vor und während der Behandlung der Fragebogen ist. (vgl. Ingersoll, 1987).
Füllen Sie direkt unseren Fragebogen aus und finden Sie heraus ob Sie ein Zahnarztangstpatient oder ein Zahnarztphobiepatient sind!
Erkenntnisse
Die Spezialisierung der Sensitive Dentists auf die Behandlung von Zahnarztphobiepatienten, erbrachte uns folgende Erkenntnisse:
- In den meisten Fällen sind es negative Erlebnisse, die die Zahnarztphobie verursachen.
- Zahnarztangstpatienten werden oft von Zahnärzten und deren Personal wegen ihrer Angst gedemütigt oder beleidigt. Die Erkrankung wird nicht erkannt und Symptome von Angst werden heruntergespielt und belächelt. Dies mindert das Vertrauen der Angstpatienten zu Zahnärzten und verstärkt ihre Angstgefühle.
Ein Problem Namens Malokklusion kann unserer Erfahrung nach keine Ursache für eine Zahnbehandlungsphobie sein. Es handelt sich dabei um eine Störung des Zusammenbisses bei der das System Zähne, Kiefer und Kiefergelenke unzureichend oder unharmonisch funktioniert. Diese Abweichungen sind praktisch in jedem natürlichen Gebiss vorhanden und haben sich bei unseren angstfreien Patienten genauso gezeigt wie bei unseren Angstpatienten.
- Vollnarkose: Eine Sanierung von Patienten in Vollnarkose führte in der Regel dazu, dass Patienten ihre phobischen Reaktionen verloren. Gerade ängstlichere Patienten können den Vorteil, von dem Eingriff "nichts mitzubekommen", nutzen. Die Narkose weist dabei heute das gleiche Risiko wie eine Spritze auf und Behandlungen können ambulant durchgeführt werden.
- Alternative Methoden: wie Hypnose scheitern oft an fehlender Kooperation des Zahnarztphobiepatienten bedingt durch seine Angst.
- Analgosedierung: eignet sich nicht für lang andauernde zahnärztliche Behandlungen, da aufgrund der reduzierten Schluckreflexe das Risiko Teile zu verschlucken erhöht ist.
- Eine Behandlung nach unserer Therapie ist für Privatpatienten und Selbstzahler und keine Leistung der gesetzlichen Krankenkasse.

